Warum man Selbstzweifel nutzen sollte

Eine kleine Geschichte aus dem Leben mit Selbstzweifeln

Bin ich zu schmal? Bin ich zu dünn? Bin ich zu dick? Bin ich zu fett? Bin ich zu dies, bin ich zu das?
Alle Menschen sind in ihrem innersten Kern gut – das wissen nur nicht alle, weil sie sich selbst bezweifelt fühlen! Mit diesem Satz möchten wir den heutigen Artikel beginnen und einmal das Phänomen Selbstzweifel betrachten, welche Gegenstand des alltäglichen Lebens sind und perfekt in die kalte Jahreszeit passt. Wenn Du zu den Menschen gehörst, deren Selbstbewusstsein von der Laune und dem morgendlichen Stuhlgang abhängig ist, dann wird Dir dieser Artikel eine andere Perspekte fürs Leben geben.

Die Lage ist bekannt – Weihnachten und die Selbstzweifel

Die letzten Blätter hängen am Baum und so langsam naht der Winter. Die Temperaturen sinken und Weihnachten steht bald wieder vor Tür. Die einzige Jahreszeit in der bei den meisten Menschen Fasten nichts zu suchen hat. Der harte Ernährungsplan an den sich so strikt über das ganze Jahr gehalten wurde wird auf einmal mit Schokolade und fettigem Essen gepaart  – und das in Massen. Ehe man sich versieht und die Weihnachtszeit vorüber ist, beginnen die Schnappatmungen und die allseits beliebten Selbstzweifel à la „Bin ich zu dick?“ und „Habe ich zugenommen?“. Ein kurzer Blick auf die Waage verrät, dass das Gewicht gestiegen ist. Der Blick in den Spiegel? – Abscheulich! Wer ist diese Person in dem Spiegel? So oder so ähnlich hört man es immer wieder. In seiner Hysterie steigert man sich in diesen Zustand hinein. Man fühlt nach jedem Bissen die vermeintlichen „Speckrollen“ am Bauch und nach einem Schluck Alkohol merkt man direkt, wie das Nervengift den Stoffwechsel lahm legt und jede Mitochondrie ihre Energie in die Fettzellen pumpt. Wenn man allerdings einmal Abstand nimmt und sich fragt, warum mann denn gerade an Weihnachten gut aussehen muss, dann wird Dir schnell klar, dass dies lediglich ein selbstauferlegter Zwang ist.

Deine Großeltern interessiert Deine Form an Weihnachten nicht. Genauso wenig die Cousins oder Tanten, die das einzige Mal dieses Jahr dazu kommen, mit Dir ein Stück Kuchen zu essen. Für uns selber ist eine Verschlechterung der Optik ein Weltuntergang. Es zeugt schon von starken Selbstzweifeln, wenn man sich nach 2 Tagen Fressen schon die Rettungsringe im Spiegel ausmalt.

Doch, woran machen wir diese Optik genau fest? Ist es das Schönheitsideal, welches durch die Medien publiziert ist? Sind es wir selbst, die vor Neid platzen, wenn wir jemanden sehen, der uns optisch schöner erscheint?

Der größte Gegner bist Du selbst – der Blick in den Spiegel

Gerade im Bodybuilding und Fitness neigen die Menschen häufig zu Fehleinschätzungen. Ein Blick in den Spiegel ist dabei so nichtssagend, wie manche Beschönigungen von Politikern. Lass mich Dir ein kurzes Beispiel geben: Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass Du von Spiegel zu Spiegel unterschiedlich aussiehst? Um diese Sache ein wenig physikalisch anzugehen liegt dies vor allem an den unterschiedlichen Materialien, die im Spiegel verarbeitet wurden (in Solarien ist man im Spiegel z.B. immer braun), den Lichtverhältnissen, der Spiegelung, dem Abstand zum Spiegel, aber vor allem an deiner Haltung! Du neigst zu Selbstzweifeln? Wahrscheinlich stehst Du mit gebeugter Haltung vor dem Spiegel, die Schultern nach unten gezogen und den Kopf zum Boden geneigt – eben alles andere als Selbstbewusst und gerade vor dem Spiegel. Was sagt uns das Spiegelbild also an dieser Stelle über unsere Form aus? Richtig, nämlich rein gar nichts. Dein Spiegelbilld oder – um es zu pauschalisieren – das eigene Empfinden seines Spiegelbilds hängt von den unterschiedlichsten Einflüssen ab. An Tagen an denen Du gut gelaunt bist, wirst Du Dich auch lieber im Spiegel anschauen, als an Tagen, an denen sowieso alles nicht so läuft, wie es soll. Das Spiegelbild spiegelt neben dem Abbild von Dir in gewisser Art und Weise auch Deine Lebenseinstellung, also den Blick in Dich selbst wieder. Da kein Tag dem anderen gleicht, ist ein Vergleich Deines Spiegelbilds von Tag zu Tag kurz gesagt nonsense, da Dein Ego je nach Tagesverlauf unterschiedliche Bilder deiner Selbst im Gedächtnis abruft. So kann es je nach Stimmungslage ein ganz anderer Maßstab sein.

Folgendes Beispiel:

Du bist gerade in einer Aufbauphase. Plötzlich siehst Du im Studio jemanden, der so definierte Muskeln hat, dass man denkt dass er gar keine Haut besitzt. Auf einmal fühlst Du Dich fett und möchtest am liebsten direkt auf Diät. Spult man nun 5 Monate vor, bist Du gerade in der Diät und hast einen respektablen Körperfettanteil erreicht. Jetzt läuft Dir im Studio ein Steroid-Bulle über den Weg, der so breit ist, dass seine Shirts um die Taille wie ein Zelt aussehen aber an der Brust spannen. Auf einmal möchtest Du wieder massiv werden.

Der Weg zum Erfolg verläuft nur geradlinig, wenn man seinem eigenen Pfad treu bleibt. Du hast keinen Körper wie Bar Rafaeli oder Christiano Ronaldo. Wirst Du auch nie haben. Allerdings wirst Du etwas viel besseres erreichen: die beste Form, die für DICH möglich ist. Niemand anders kann Dein Potenzial ausschöpfen außer Du selbst.

Selbstzweifel gibt es überall

Um auf ein kleines sportliches Ereignis aus unserer langjährigen Trainerkarriere einzugehen, möchte ich Dir an dieser Stelle zum Thema Optik ein kleines Beispiele von einem unserer Klienten näherbringen: Im Fitnessstudio war immer ein optisch sehr breiter Typ, mit relativ muskulösen Oberarmen. Ein Klient von uns wollte um jeden Preis genauso aussehen wie er. Vor allem war er jedoch neidisch auf die Oberarme von dem Kerl. Nach etlichen Trainingseinheiten, fühlte sich unser Klient immer noch nicht bestätigt und war geplagt von seinen Selbstzweifeln, dass er zu kleine Arme hätte. Was taten wir an dieser Stelle? Ganz einfach, wir wollten ihm zeigen, wie groß seine Arme in Wirklichkeit waren. Nach dem Messen stellten wir dann sogar fest, dass seine Oberarme stolze 48cm im Umfang aufweisen. Doch es geht noch weiter: Den Typ, welchen er beneidete, hat gesehen, dass wir gemessen hatten. Er kam auf und zu und wollte, dass wir seine Oberarme messen, da er gerade mit dem Armtraining fertig war. Das Ergebnis: 44cm. Was ist hier passiert? Von Selbstzweifeln geplagt, wurde das gesamte Bild unseres Klienten verfälscht. Seine Einstellung, dass alle besser, stärker, breiter waren, ließen ihn jedoch nicht aufgeben! Ganz im Gegenteil. Er nutzte die Selbstzweifel zu seinem Vorteil und trainierte noch intensiver.
Selbstzweifel müssen also alles in allem nicht immer etwas schlechtes bedeuten, solange man sich nicht selbst aufgibt und sie als Waffe im Kampf einsetzt. Nutze sie also zu Deinem Vorteil, um noch mehr aus Dir herauszuholen! Eben wie unser Klient, um zu der Form Deines Lebens zu kommen!

Die Beruhigung für’s Gewissen:

Wenn Du definitiv nicht über Weihnachten zunehmen willst, dann solltest Du Dir einen Fatburner besorgen, der vor und nach den großen und fettigen Mahlzeiten dann eingenommen wird. Die thermogene Wirkung wird die Kalorienverbrennung anregen und die verschiedensten Inhaltsstoffe helfen sogar bei der Verarbeitung von den zugeführten Kohlenhydraten. Mache einmal den Test und nehme eine Dosis vor und eine Dosis nach dem Essen. Der optische Unterschied ist gravierend. Wir denken aber, dass ein gesundes Fett werden über die kalte Jahreszeit gar nicht so verkehrt ist. Schließlich möchte man auch noch leben!

Der Abschluss – Selbstzweifel nutzen

Was tun gegen Selbstzweifel? Was tun gegen Versagensängste?

Die beste Art seine Selbstzweifel zu nutzen ist aus dem Negativen das Positive zu ziehen! Es gibt viele Sportler, die die Selbstzweifel dazu nutzen, um noch motivierter und noch erfolgreicher in den Tag zu starten! Sie lassen sich dabei nicht durch ihre Versagensängste einengen, sondern nutzen sie vielmehr als Herausforderung (Vgl. z.B. Michael Jordan). Es spielt sich alles nur im Kopf ab! Wir bilden uns Mauern an stellen ein, an denen gar keine Mauern existieren. Anstatt die Mauern einzureißen oder drumherum zu gehen, lassen wir uns von dem Schatten runterziehen. Wenn Du erfolgreich bist, nutze sie also zu Deinem Vorteil. Es gibt kein „geht nicht“ oder „ich kann das nicht“. Der wichtige Schritt ist anzufangen und sich anstatt sich an Einbildungen festzuklammern, der Realität zu widmen – eben nicht in negativen Gedanken versunken und davon lahmgelegt. Die Mauern existieren nur in unseren Köpfen. Reiße sie ein, springe über sie oder finde einen Weg an ihnen vorbei, aber bleibe niemals in deinem Leben stehen und Folge dem Rückschritt anstatt Fortschritte zu machen! Lass Dich auch von Niemandem in Deinen Selbstzweifel bestätigen und belüge Dich selbst oder lass andere Dich belügen, nur um Dein Gewissen zu beruhigen, denn letzten Endes bleibt es ein Kampf zwischen Dir und Dir selbst! Sei ehrlich zu Dir selbst und arbeite an Deinen Zielen! Geh‘ verdammt nochmal auf den Weg und laufe los. Nur so erreichst Du Deine Ziele auch!

Mehr zum Thema Motivation? Hier hast Du 7 Tipps, um deine Ziele zu erreichen oder kurz gesagt: wie man seine Ziele erreicht.

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